(Die gesamte Website ist in der englischen Version zur Zeit viel ausführlicher geschrieben.)

Hier sind einige Yoga Wege:

KARMA YOGA
handelt von der Tat. Er ist ein guter und wirksamer Begleiter im Leben, der die wertvollste Qualitäten in Menschen wiederherstellen kann, die Güte und die Herzlichkeit. Karma Yoga ist ein altruistisches Dienen und ist für Menschen die voler Leben sind und diejenigen, die geben ohne zu erwarten etwas zurück zu bekommen, geeignet.
Viele Menschen in unserer Gesellschaft, teilen ihr Leben und was sie besitzen ungern mit anderen, sondern führen ein zurückgezogenes Leben in ihrem Kokon, versklavt durch materielle Besitztümern.

Ein selbstloses Dienen und Teilen befreit uns, macht unseres Leben reicher und transformiert unser Ego.
Es ist wie die Liebe, es ist nicht das Wort sondern die Tat.

Die Bhagavad Gita, ein Teil des Mahabharata, des wichtigen indischen Epos aus dem antiken Indien, spricht über Karma Yoga.

JNANA YOGA
oder auch Gjana Yoga ist ein systematischer Weg zur Selbstverwirklichung und Befreiung. Er geht um die Unterscheidungsfähigkeit, zu erkennen was wahr und was unwahr ist. Dieser Pfad führt dahin, wo die niedere Natur aufhört und wo man mit allem Eins wird, womit sich Advaita Vedanta, oder Nicht- Dualismus beschäftigt.
Das Sanskrit Wort Vedanta bedeutet das Ende des Wissens und es bezieht sich auf das transzendentale Wissen und nicht auf das intellektuelle.

Dieser Pfad der Erkenntnis ist ein langer Weg der Weisheit, den man nur Schritt für Schritt erreichen kann, und das ist nur mit viel Ehrlichkeit zum eigenem Selbst und viel Selbstdisziplin möglich. Die Erkenntnis ist das Kind des Wissens und das Wissen ist die Erfahrung.

Dieser Weg ist nicht für Menschen, die zu Wahnvorstellungen und Übertreibungen neigen, da die falsche Identifikation mit dem was man nicht ist, zur tiefsten Verwirrung führen kann.
Jnana Yoga ist das reine Wissen und man soll reif und durch viel Disziplin gut vorbereitet für diese wertvolle Erfahrung sein.

Alle vier Vedas, die Rigveda, Samaveda, Yajurveda und Artharvaveda, die Textsammlungen deren die Upanishaden ein Bestandteil sind, sprechen über Jnana Yoga.

BHAKTI YOGA
ist Yoga der Hingabe zum Gott. Ein Bhakti ist der Aspirant, der Bhakti Yoga praktiziert und der in allen Dingen Gott und Gottes Willen sieht.

Wie in allen anderen Aspekten der Existenz, ist es im Bhakti Yoga auch wichtig, ehrlich zu sich selbst sein. Falsch verstanden, kann sich Beten zum Betteln wandeln.
Mit dem Herzen verstanden und praktiziert, kann sich die Liebe zu Gott auf alle Wesen übertragen, zweifellos und ohne Verurteilung. Ein wahrer Bhakti sieht und spürt Liebe in allen und allem.

NADA YOGA
Genau wie es die grobe und feinere Manifestationen des Prana gibt, hat auch der Klang seine gröbere und feinere Manifestation.
Nada Yoga ist Yoga der feineren transzendenten Klangsvibrationen. Je feiner und geöffneter das Bewusstsein, desto feiner der Empfang der Klangsvibrationen.
Durch jedes Chakra, oder die Energiezentren, wo sich die Energiekanäle treffen, fließt elektro und magnetische Energie, und je mehr diese Energiezentren freier und geöffneter sind, desto stärker der Empfang der Elektromagnetischen Vibrationen, die man Klang nennt, ist. Wie der Klang nicht durch das Vakuum reisen kann, kann dieser nicht durch die blockierte Energiekanäle fliesen.
Wie bei allen anderen Yoga Pfaden, gilt auch hier, Yoga ist das Mittel und das Ziel.

OM ist der Urklang, den man, wie die antiken indischen Weisen erkannt haben, in jedem Wasserfall, jedem Windrauchen, in jeder Zelle und jedem Prana erleben kann.
OM ist ein Mantra, die Vibration des Bewusstseins, oder Instrument des Geistes. MAN ist die Sanskritwurzel für das Wort Geist, und TRA für das Wort Geist, oder Befreiung.
OM oder Mantras singen, kann die Gedanken abschalten, was zu einem höheren Zustand des Geistes führt, Pratyahara, oder zurückziehen der Sinne, vollkommene Ruhe aber auch vollkommene Präsenz.
Man kann OM oder andere Mantras geistig oder laut chanten, beide werden uns von Impressionen, die in unserem Sein seit unseren geistigen Geburt tief gespeichert sind, befreien und oder diese verarbeiten.
Menschen die sich auf einer höheren Bewusstseinsebene befinden, können das eigene Herz Chakra hören. Diese Erfahrungen sind vollkommen authentisch, genau so wie die gesamte Yoga Sadhana, die Yoga Praxis.

In Indien wird Nada Yoga sehr verehrt. Im Westen, aber auch in Indien, wird es als Therapie verwendet.
Sanskrit ist die Sprache des Herzens.

Nada selbst ist Anahata, das Herz Chakra, der Sitz des kosmischen Klanges.

Innere Klänge sind nicht unbedingt ein Zeichen der Krankheit.

Nada Yoga ist die Vereinung des inneren Universum mit dem äußeren, des inneres Klanges mit dem äußeren Klang, dem Mikro- und Makrokosmos.

Nada Yoga, durch das Zuhören der inneren Klänge führt zum Laya Yoga.

LAYA YOGA
ist ein Zustand des Bewusstseins, die vollkommene Ruhe des Geistes, in die der Aspirant spontan und nach einer langjährigen und gewidmeten Praxis des Hatha Yoga (die nicht nur reine Körperübungen sind) ankommt. Wenn die Energiekanäle und Energiezentren geöffnet, gereinigt und vereinigt sind, kann sich das Ego auflösen. Das Sanskritwort Laya heißt Auflösung. Es ist die Summe aller drei Bewusstseinszustände, der Turiya, der transzendierte Zustand der höchsten Wahrheit. Es ist der Punkt auf dem OM.

RAJA YOGA
ist auch als Yoga des Geistes bekannt, Klassischer Yoga, Patanjali Yoga oder einfach Yoga.
Wörtlich heißt Raja König.
Die Essenz des Yoga hat der Patanjali, der große indische Weiser, in seinen Yoga Sutras zusammengestellt und bis jetzt sind das die umfassensten, klarsten und schönsten Weißheiten und Einleitungen über Yoga.
Yoga heißt Einheit und Sutra heißt Faden.
Yoga Sutras vergleichen unseren Geist (citta) und seine Schwankungen (vrittis) mit den Wellen auf der Oberfläche eines Sees, die durch äußere und innere Faktoren entstehen. Die inneren Schwankungen sind das Seebett, das unbewusste und unterbewusste im Geiste, wie unsere Emotionen, Gedanken, Eindrücke, Erinnerungen. Die Äußeren Schwankungen ist der Wind der Empfindungen, das, was als Produkt unserer Sinne (sehen, reichen, schmecken, anfassen, hören) entsteht.
Nun, nur wenn das Wasser stiel ist, also das bewusste, kann man sein wahrer Selbst, die eigene Seele erkennen und sie mit dem Geist verreinigen.
Patanjali beginnt seine Yoga Sutras mit dem Satz:
“yogash citta-vritti-nirodha”
der, je nach individueller oder kollektiver Psychologie, auf mehreren verschieden Weisen übersetzt wurde. Die Bedeutungen einzelnen Worte sind diese:
Yogasch- Einheit
Citta- Geist
Vritti- Wirbel, Schwankungen
Nirodha- gemastert, beherrscht, Kontrolle.
Yoga ist die Kontrolle über die Schwankungen (innere wie auch äußere) des Geistes.

Raja Yoga ist ein langer Weg und, wie der Name schon sagt, der Aspirant wird ein König, der seinen Geist unter Kontrolle hat und sich nicht von den anderen kontrollieren lässt.
Der Materieller Reichtum eines Königs oder desjenigen, der sich durch deren materiellen Besitz so fühlt, hat in diesem Fall kein Wert. Raja Yogi oder König, kann jeder werden der bereit ist, viel Mühe, Ehrlichkeit und Selbstdisziplin in seinem alltäglichen Leben einzubringen.

Dieser Pfad ist auch Ashtanga Yoga genannt (dieser ist nicht mit der Yoga Richtung, die von Pattabhi Jois aus Mysore, Indien, erfunden worden ist, zu verwechseln).

Ashta heißt acht, Anga heißt Glieder.